Posts mit dem Label Gedichte werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Gedichte werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 14. April 2010

melde mich nur kurz zurück

Meine lieben Leserinnen und lieben Freunde, die schon nach mir gefragt haben. Mir geht es solala. Ich weiß auch gar nicht wo ich anfagen soll, zu schreiben, zu allem fehlt mir im Moment die Kraft, aber es werden ganz bestimmt auch bessere Tage kommen!
Ich lebe also noch!
Bis bald
Eure Özlem


Ich lebe und ich sterbe
von Louise Albe

Ich lebe und ich sterbe,ich verbrenne und ertrinke.
Ganz maßlos heiß ist mir, obwohl ich Kälte leide;
zu weich und zu hart ist mir das Leben.
Ich trage großes Leid und fühle Freude mittendrin:

im gleichen atem lache ich und weine,
und im Vergnügen dulde ich manch schwere Qual.
Mein Glück ist hin und dauert ewig:
zur gleichen Stund grüne ich und welke

So führt mich Amor ganz nach seiner Laune,
und wenn ich eben ärgsten Schmerz zu haben meine,
so bin ich ohne Zutun frei von aller Pein.

Und glaub ich dann, mein Glück sei ganz gewiß,
ich sei nun auf dem Gipfel meiner Seligkeit-
stützt er mich wieder in die alte Not.

Mittwoch, 19. August 2009

allen einen schönen Tag

"Ergreif Dein Glück"

Das Glück – es kommt zu Jedermann,
doch nur, wer es ergreifen kann,
der kann’s genießen, voller Lust,
und kleiner wird der Lebensfrust.

Schaut hin, Ihr werdet selber sehn,
das Glück kann kommen und auch gehen.
Doch wer’s nicht sieht und nicht ergreift,
der wird vom Glück höchstens gestreift.

Das Glück es kommt zu Jedermann,
doch nur, wer es auch sehen kann,
der kann’s genießen, voller Lust,
und kleiner wird der Lebensfrust.


© Anette Pfeiffer-Klärle

Sonntag, 14. Juni 2009

Gedicht an die Nacht

An die Nacht

Wandle schnell übers westliche Meer,
O Geist der Nacht,
Von des Ostens nebliger Höhle her,
Wo den Tag hindurch in einsamer Pracht
Du Träume von Lust und Leid gewebt,
Bei denen man jauchzt, bei denen man bebt
- Komm schnell und sacht!
Hüll dich ein in ein dunkles Gewand
Mit Sternenzier!
Dein Haar verdunkle des Tages Brand,
Küss ihn, bis ganz er erlegen dir;
Dann wandre weit über Stadt und Land,
Bis dein Mohnstab alles in Schlummer bannt
- O komm zu mir!
Als ich erwachte im dämmernden Grau,
Ersehnt ich dich;
Als im Sonnenscheine verdunstet der Tau,
Als des Mittags Schwüle die Flur beschlich,
Als der müde Tag sich wandte zur Rast,
Lang zögernd wie ein verhasster Gast,
Ersehnt ich dich.
Dein Bruder
Tod frag sanft und lind: »Willst du mich?«
Der blinzelnde Schlaf, dein süßes Kind,
Wie Bienengesumm
mein Haupt umschlich:
»Soll ich mich schmiegen ans Herz dir?
sag! Riefst du mich an?«
- Ich aber sprach: »O nein, nicht dich!«
Der Tod kommt,
wenn du tot bist, schon Gar bald, zu bald;
Es kommt der Schlaf, wenn du entflohn;
Ihr Werben ist an mir verhallt
- So hör mich du, geliebte Nacht:
Breit um mich deiner Schwingen Pracht,
Komm bald, o bald!

(Percy Bysshe Shelley, 1792-1822; aus dem Englischen von Adolf Strodtmann)

Mittwoch, 13. Mai 2009

verliebt in schwarz weiß Fotos

Posted by Picasa
An die Melancholie

Du geleitest mich durchs Leben,
Sinnende Melancholie!
Mag mein Stern sich strahlend heben,
Mag er sinken - weichest nie!
Führst mich oft in Felsenklüfte,
Wo der Adler einsam haust,
Tannen starren in die Lüfte
Und der Waldstrom donnernd braust.
Meiner Toten dann gedenk ich,
Wild hervor die Träne bricht,
Und an deinen Busen senk ich
Mein umnachtet Angesicht.

Nikolaus Lenau, 1832

Dienstag, 12. Mai 2009

Maigedicht

Mai

In allen Gärten blüht der Mai,
Die Sonne steht in seinem Solde,
Der Himmel, blau und wolkenfrei,
Ist ganz durchwirkt von ihrem Golde.
Die alten Häuser in der Stadt
Lächeln mit blinkenden Fassaden,
Und seine weiße Plache hat
Der allerkleinste Krämerladen.
Und in den Straßen bunter Schwarm
In leichten lichten Frühlingstrachten,
Die ganze Welt geht Arm in Arm
Und will vor lauter Lust verschmachten.
Die Mädchen tragen frei den Hals
Bis zu den Brüstlein unterm Mieder,
Sogar die Pfützen allenfalls
Spiegeln den blauen Himmel wieder...
Was tatst denn Du die lange Frist,
Mensch mit den bleichen Wangen,
Der Du verschneit gewesen bist -?
Was tatst Du denn die lange Frist,
Um diesen Frühling zu empfangen?!
Anton Wildgans . 1881 - 1932

Sonntag, 10. Mai 2009

Gedicht zum Muttertag

Ich bin's gewohnt, den Kopf recht hoch zu tragen,
Mein Sinn ist auch ein bisschen starr und zähe;
Wenn selbst der König mir ins Antlitz sähe,
Ich würde nicht die Augen niederschlagen.
Doch, liebe Mutter, offen will ich's sagen:
Wie mächtig auch mein stolzer Mut sich blähe,
In deiner selig süßen, trauten Nähe
Ergreift mich oft ein demutvolles Zagen.
Ist es dein Geist, der heimlich mich bezwinget,
Dein hoher Geist, der alles kühn durchdringet,
Und blitzend sich zum Himmelslichte schwinget?
Quält mich Erinnerung, dass ich verübet
So manche Tat, die dir das Herz betrübet?
Das schöne Herz, das mich so sehr geliebet?


(Heinrich Heine)

an meine Mama, die am 30.Mai 2007 von mir gegangen ist
Ich liebe dich Mama und du fehlst mir sehr....

Freitag, 8. Mai 2009

Mai Gedicht

Im wunderschönen Monat Mai
Im wunderschönen Monat Mai
Als alle Knospen sprangen,
Da ist in meinem Herzen
Die Liebe aufgegangen.
Im wunderschönen Monat Mai,
Als alle Vögel sangen,
Da hab ich ihr gestanden
Mein Sehnen und Verlangen.
Heinrich Heine (1797-1856)

Donnerstag, 7. Mai 2009

Gedicht zum Mai


Süßer Mai du Quell des Lebens... (Clemens Brentano)


Süßer Mai du Quell des Lebens
Bist so süßer Blumen voll
Liebe sucht auch nicht vergebens
Wem sie Kränze winden soll
Süßer Mai, mit Blumen-Glocken
Läutest du das Fest mir ein
Ich bekränze ihre Locken,
Will ein frommer Gast auch sein
Süßer Mai, zum Liebesmahle
Trägst du Blumen-Kelche ein
Blüten-Säulen stehn im Saale
Drüber wölbt sich Sonnenschein
Süßer Mai! du bringest nieder
Blume, Blüte, Sonnenschein,
Daß ich wisse, wem die Lieder,
Wem das Herz, das Leben weihn.

Dienstag, 5. Mai 2009

Mai Gedicht

Der Mai

Im Galarock des heiteren Verschwenders,
ein Blumenzepter in der schmalen Hand,
fährt nun der Mai, der Mozart des Kalenders,
aus seiner Kutsche grüßend, über Land.

Es überblüht sich, er braucht nur zu winken.
Er winkt! Und rollt durch einen Farbenhain.
Blaumeisen flattern ihm voraus und Finken.
Und Pfauenaugen flügeln hinterdrein.

Die Apfelbäume hinterm Zaun erröten.
Die Birken machen einen grünen Knicks.
Die Drosseln spielen, auf ganz kleinen Flöten,
das Scherzo aus der Symphonie des Glücks.

Die Kutsche rollt durch atmende Pastelle.
Wir ziehn den Hut. Die Kutsche rollt vorbei.
Die Zeit versinkt in einer Fliederwelle.
O, gäb es doch ein Jahr aus lauter Mai!

Melancholie und Freude sind wohl Schwestern.
Und aus den Zweigen fällt verblühter Schnee.
Mit jedem Pulsschlag wird aus Heute Gestern.
Auch Glück kann weh tun.
Auch der Mai tut weh
Er nickt uns zu und ruft: "Ich komm ja wieder!"
Aus Himmelblau wird langsam Abendgold.
Er grüßt die Hügel, und er winkt dem Flieder.
Er lächelt. Lächelt. Und die Kutsche rollt

Aus: Erich Kästner, Die Dreizehn Monate

Gedicht zum Mai


Mai
Nun aber hebt zu singen an
Der Mai mit seinen Winden.
Wohl dem, der suchen gehen kann
Und bunte Blumen finden!
Die Schönheit steigt millionenfach Empor aus schwarzer Erden;
Manch eingekümmert Weh und Ach
Mag nun vergessen werden.
Denn dazu ist der Mai gemacht,
Daß er uns lachen lehre.
Die Herzen hoch!
Und fortgelacht Des Grames Miserere!

Otto Julius Bierbaum

Montag, 4. Mai 2009

Gedicht zum Mai

Tanzlied im Mai
Zum Reigen herbei
Im fröhlichen Mai!
Mit Blüten und Zweigen
Bekränzt euch zum Reigen!
Im fröhlichen Mai
Zum Reigen herbei!
Zum Reigen herbei!
Mit Jubelgeschrei
Die Vögel sich schwingen,
Sie rufen und singen
Mit Jubelgeschrei:
Zum Reigen herbei!
Juchheißa juchhei!
Wie schön ist der Mai!
Wir haben‘s vernommen,
Wir kommen, wir kommen.
Wie schön ist der Mai!
Juchheißa juchhei!

Autor: August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874)

Freitag, 1. Mai 2009

Gedicht zum Mai

Sei mir gegrüßt, du lieber Mai
Sei mir gegrüßt, du lieber Mai,
mit Laub und Blüten mancherlei!
Seid mir gegrüßt, ihr lieben Bienen,
vom Morgensonnenstrahl beschienen!
Wie fliegt ihr munter ein und aus in Imker Dralles Bienenhaus
und seid zu dieser Morgenzeit so früh
schon voller Tätigkeit.
Für Diebe ist hier nichts zu machen,
denn vor dem Tore stehn die Wachen.
Und all´ die wacker´n Handwerksleute die hauen, messen stillvergnügt,
bis daß die Seite sich zur Seite schön sechsgeeckt zusammenfügt.
Schau!
Bienenlieschen in der Frühe bringt Staub und Kehricht vor die Tür;
Ja!
Reinlichkeit macht viele Mühe,doch später macht sie auch Pläsier.
Autor: Wilhelm Busch, (1832-1908)